Martin Funda: 20 Jahre Armida Quartett

Shownotes

Das Armida Quartett spielt seit 2006 in ­unveränderter Besetzung und ist international gefragt. Seine Mitglieder Martin Funda, Johanna Staemmler, Teresa Schwamm und Peter-­Philipp Staemmler unterrichten an Musikhochschulen oder spielen auf Solo-Positionen bedeutender deutscher Orchester. Wie haben die vier es geschafft, ihr Leben im Quartett auch über berufliche und familiäre Veränderungen hinweg erfolgreich weiterzuentwickeln? Und warum musste einmal Nils Mönkemeyer einspringen? Gerald ­Mertens blickt mit Martin Funda in den Streich­quartett-Maschinenraum.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Klangvoll

00:00:05: aus dem Maschinenraum des Musikbetriebes.

00:00:09: Der Podcast von Gerhard Mertens und Short Music.

00:00:18: Willkommen zu dieser Folge von Klang voll, ich bin Gerhard Merthens leitende Redakteur der Zeitschrift das Orchester.

00:00:23: mein heutiger Gast ist Martin Funder.

00:00:26: er isst Primarius des Amida Quartets primarius.

00:00:30: Ich habe extra nochmal nachgeguckt.

00:00:32: Das ist der Konzertmeister eines Streichquartetts Und das Amida-Quartett hat im Herbst, zwanzigjähriges Bestehen und mit Martin spielen im Quartett Johanna Stemmler.

00:00:44: Zweite Veline Theresa Schwamm Viola und Peter Philipp Stemmer cello.

00:00:50: Danke für deine Zeit Martin!

00:00:52: Ich bin gespannt auf den Blick in euren Maschinenraum als Streichquartett herzlich willkommen.

00:00:58: Hallo vielen Dank für die Einladung und ich freue mich sehr bei dir zu sein.

00:01:03: Ihr habt euer eigenes Quartett im Jahr, und nach fünf Jahren habt ihr den Konkurs Degenev gewonnen.

00:01:12: Den ARD Musikfettbewerb später noch weitere Preise.

00:01:16: In dem Jahr haben wir einen Opus bekommen für eine Einspielung von Mozart-Quartetten.

00:01:21: Und seit Jahrzehnten gibt es auch internationalen Meisterkurse.

00:01:28: Also wenn man so auf zwanzig Jahre zurückblickt kann man eigentlich sagen Läuft bei euch?

00:01:34: Ja, als Quartett sind wir in den Genuss gekommen schon im Jahr zwölf.

00:01:38: Als Assistenten vom Atem ist Quartet an der UDK tätig zu sein und dann hatte jeder von uns auch sehr individuelle Interessen.

00:01:48: mittlerweile agieren wir natürlich als internationales Quartet und haben zusätzlich andere Berufe die sich natürlich untereinander bedingen.

00:02:01: Ich bin an der HMDK hier in Stuttgart und habe eine Professur für Violin und Kammermusik.

00:02:07: Johanna unterrichtet Kammer-Musik, an der Hans Eisler in Berlin.

00:02:13: Teresa ist Solo Bratschistin vom Elbphilharmonieorchester in Hamburg.

00:02:19: Und Peter Philipp ist Solo-Tschulist im hessischen Rundfunk.

00:02:23: Natürlich war das Kammer Musikstudium für uns in Berlin damals mit dem Artemis Quartet wirklich ganz großartig und sehr erfüllend, weil wir alle aus einem kammermusikalischen familiären Haushalt kommen in dem Sinne.

00:02:39: Da wurde die Kammermusik immer ganz hochgehangen Und für uns war das irgendwie so ein Automatismus neben unseren Solo-Studien In Berlin direkt mit der Kammer Musik voll durch zu starten.

00:02:52: und dann hat sich glücklicherweise Ein Brüsselteil nach dem anderen zusammengefügt und die Steine sind ins Reuen gekommen.

00:03:00: Und wir sind natürlich ganz glücklich, heute Nach zwanzig Jahren sagen zu dürfen Wir spielen noch in der Startformation so viele Einflüsse Die auf das Quartett wirken haben wir gut kommuniziert, gedeixtelt und sind da gesund gemeinschaftlich vorangeschritten Und da sind wir natürlich unheimlich stolz drauf.

00:03:26: Lass uns einmal auf den Beginn schauen.

00:03:27: vor zwanzig Jahren, seit ihr da an der Hochschule gleich mit dem Ziel Kammermusik gewesen oder eher so naja ich studiere mein Instrument und dann das übliche Solo-Karriereorchester.

00:03:39: also wie früh entscheidet man sich denn wirklich für Kammer Musik?

00:03:43: Also für uns war es wahnsinnig klar ohne Kammer-Musik wäre das Solo-Studium ein Irrtum Und dieses Miteinander in einer gruppe musizieren Werke spielen zu dürfen, die die Essenzen mit der jeweiligen Komponisten sind und so eine klare DNA-Struktur eines Stückes quasi widerspiegeln.

00:04:10: Das war uns immer irgendwie bewusst und ein Automatismus, dass wir das neben dem Reparatuarkanon einer Solo-Ausbildung einfach unbedingt benötigen.

00:04:23: Und da haben sich für uns auch reinen von der künstlerischen Entwicklung immer sehr viele Kreise geschlossen.

00:04:30: Ich glaube jetzt – ich bin ja hier an der HMDK in Stuttgart habe ich eine Professur für Violine Und ich merke einfach auch, wie diese Kombination haben Musikaktivität und Solo-Ausbildung.

00:04:47: natürlich absolut wesentlich und essenziell ist.

00:04:50: Wie

00:04:50: ist es, wenn du gerade als Lehrende an so einer Hochschule bist?

00:04:54: Sind ja sehr viele doch auf den Klassiker entweder Solo-Karriere auch von anderen Professoren natürlich gemünzt oder am Ende des Tages für den Orchesterberuf also der Kammermusikbereich ist ja doch vergleichsweise zum Gesamtmarkt der Ausbildung ein sehr kleiner.

00:05:10: wie vermittelst du das den Studierenden die bei dir sind?

00:05:15: Also hast du eben schon bisschen gesagt dass Eine gehört zum anderen dazu, ist auch untrennbar mit dem Verbunden.

00:05:19: Aber nicht jeder kann ja nachher in einem Streichquartett als Geiger oder Brater- oder Chalist aufgehen, sondern viele oder die meisten sind dann doch irgendwie noch Richtung Orchester orientiert?

00:05:29: Wie vermittelst du das so gerade mit deinem Anspruch und auch mit deiner Erfahrung als Kammermusiker?

00:05:35: Ja absolut!

00:05:36: Also ich versuche als leerende Person natürlich erstmal grundsätzlich auszubilden, in dem Sinne dass die Instrumentalfähigkeiten so gut und gesund und so ja breit aufgestellt wie möglich wachsen.

00:05:54: Dass die Studierenden eine Horizont der Erweiterung bekommen was es heißt eigentlich als Musiker agieren zu können.

00:06:04: Ich schätze das sehr mittlerweile, dass sich natürlich in der Kulturlandschaft in den letzten zwanzig Jahren unheimlich viel getan hat.

00:06:12: Also wir sind zum Glück viel, viel diverser geworden und es gibt so unglaubliche Aktivitäten sowohl im Kammermusikmarkt als auch im Orchestermarkt, also auch in der Freelancer Szene.

00:06:29: Ich würde, wenn man jetzt nur quasi auf Kammermusik und Orchester, wenn es die beiden Sparten trennt.

00:06:34: Würde ich sagen der bessere Orchester Musiker und Pult Nachbar ist auf jeden Fall der, der im Studium sehr viel Kammer-Musik gespielt hat und sich immer wieder gewagt hat ins kalte Wasser zu springen und Projekte zu realisieren mit Freunden, mit Studienkollegen vielleicht auch gemeinschaftlichen Projekten mit Professoren oder Lehrenden an der Hochschule.

00:06:57: Das macht ein Flexibler und man bekommt auch das gewisse Rüstzeug zu bestehen.

00:07:05: Man lernt sehr viel Organisation, Struktur und Projekte in Fahrt zu bringen.

00:07:11: Und es macht eigentlich sehr viel Spaß zu vermitteln und ich glaube, dass ist wirklich eine Kernkompetenz die jeder irgendwie erlernen sollte und auch erlangen kann.

00:07:25: aber man muss dann in Berührung kommen

00:07:26: Klar.

00:07:27: Also kann man Musik ein bisschen als Schule fürs Musikerleben ein Stück weit, ne?

00:07:30: Genau.

00:07:32: Studium-Generale kann man fast sagen!

00:07:34: Absolut ja.

00:07:34: aber es ist auch so weil's so transparent und offen und fragil isst Aber diese Gemeinschaft im Kleinen dann so unfassbar zusammen schweißt Und man geht im wahrsten Sinne des Wortes durch dick und dünn und das hat eine unheimliche Die ein, glaube ich später auch im Berufsleben egal in welchen Spark man unterwegs ist auf jeden Fall.

00:08:00: Im Laufe der Jahre wurde ja geheiratet es würden Kinder geboren dass so die Situation in eurem Quartett verändert, menschlich untereinander.

00:08:10: Aber auch eine Sache und Vereinbarkeit von Familienberuf.

00:08:13: Zu Anfang fängt man eben ja, man kommt aus dem Studium, man ist da noch völlig frei und ungebunden aber irgendwann mit Ende zwanzig anfangen dreißig gesetzt dann so Familiengründungsphase ein.

00:08:24: und wie organisiert er das bei Gastspielen?

00:08:26: oder wer kümmert sich um die Kinder?

00:08:28: O Peer Eltern Großeltern Wie macht ihr das?

00:08:30: Das ist ja auch echte Organisationen, die man bewältigen muss gerade in einer kleinen Konstellation.

00:08:36: Ja, absolut.

00:08:37: Also vielleicht ein Beispiel aus unserer Zeit jetzt im Sommer in diesem Jahr?

00:08:43: Wir hatten die Residency bei den Mecklenburg-Vorpommern festspielen haben dort zwanzig Konzerte gespielt, unterschiedlichste Repertoires bedient insgesamt über dreißig Werke gespielt.

00:08:56: Da mussten wir natürlich auch nochmal sehr intensiv miteinander proben und kommunizieren und agieren.

00:09:02: uns musste auch sehr viel organisiert werden Und ich erinnere mich gut an so die ein oder anderen Wochenenden wo wir nicht nur zu viert geprobt haben sondern zwischendurch zwei drei Kinder noch saßen Und das Haus war gefüllt mit über zwölf oder dreizehn Personen und alles kreiselte um die Kinder, ums Quartett und um die Gemeinschaft.

00:09:28: Das hätten wir uns nie erträumt dass wir in diese Situation tatsächlich nicht gemeinschaftlich kommen dürfen weil der Quartetmarkt oder Musikmarkt auf sehr hohem Niveau und an der Spitze einem wirklich viel abverlangt Und diese Vereinbarkeit, Familie und Beruf ist es extrem schwer das unter einem Hut zu bekommen.

00:09:54: Aber mit sehr viel Willen und auch Freude und Optimismus und Opeas-Grannys Eltern, Großeltern die sich darum kümmern ziehen alle an einen Strang und dann ist das ein großer Fuhrtag und ein großes Unternehmen die es uns alle irgendwie ermöglichen, im Endeffekt auf der Bühne zu stehen und miteinander zu agieren.

00:10:21: Und mit dem Publikum Emotionen zu teilen.

00:10:27: Ihr steht ja als Quartettdank und Künstlerin in der... Auf der Büne und im Mittelpunkt?

00:10:33: Wie sagt ihr eure Familie?

00:10:34: dank?

00:10:35: Denn das ist ja schon... Also, ich sag mal, Großeltern sind keine Angestellten

00:10:38: usw.,

00:10:39: Es is' ja schon echt eine familiäre... Also das ist schon spannend, was ihr dort so zusammenbekommt.

00:10:45: Das muss ich erst mal bringen.

00:10:47: Ich glaube es liegt wirklich maßgeblich daran wie wir alle sozialisiert sind.

00:10:52: also wir sind ähnlich sozialisiert aber doch verschieden.

00:10:55: Wir kommen alle aus einem Musikerhaushalt Sind mit Jugend musiziert Mit Wettbewerben mit Konzerten Von Kindesbein auf groß geworden und stand immer diese Förderung des jungen Musikers, in dem Sinne für die Familie natürlich an ganz oberster Stelle.

00:11:18: Und dieses Verständnis dafür was es heißt, Quartett zu spielen oder was es heisst als reisender Musiker unterwegs zu sein das ist in diesem Sinne glücklicherweise bei allen Familien ganz präsent und da sind wir schon mal grundsätzlich Total dankbar und wir wertschätzen es total.

00:11:38: Und natürlich muss man trotzdem darauf achten, dass alle an Bord bleiben und das auch weiter so stützen.

00:11:44: Es ist kein ... Ja, es ist kein Automatismus in dem Sinne, sondern man muss wirklich immer sehr bedacht auch handeln.

00:11:56: Jeder hat auch sein eigenes Leben.

00:11:58: Großeltern wollen jetzt vielleicht nicht ständig Kinder hüten.

00:12:02: Das ist auch völlig okay!

00:12:05: Aber trotzdem weiß jeder, hey wenn es brennt sie sind da.

00:12:12: Wie sieht denn euer Alltag aus?

00:12:13: so neben Unterrichtstätigkeit und Stuttgart die anderen auch noch an der ODK?

00:12:18: Wie bestimmt ihr dann auch eure Repertoire Auswahl und so die weitere Entwicklung?

00:12:21: also das ist ja.

00:12:22: das eine ist eben dass man sagt okay wir haben das nächste Projekt oder wir haben den nächsten Auftritte aber auch diese mittel- und längerfristige Entwicklung.

00:12:30: wie organisiert ihr das?

00:12:33: Na ja, so über die letzten zwanzig Jahre haben sich glaube ich viele Dinge automatisch entwickelt und wie es so ist.

00:12:41: Ich würde immer sagen ein Quartett ist wirklich ein kleines Unternehmen und das besteht aus vier kreativen Köpfen, vier Individuen und gleichzeitig ihr Angestellten Und jeder bringt natürlich unglaublich viel Ideenreichtum rein und man muss es irgendwie versuchen zu bündeln, ja?

00:13:06: Und dann so Kalenderpflege, Repertoire Auswahl, Kontaktpflege Kommunikation zu Agenturen, Kommunikationszuveranstaltungen.

00:13:17: Zu Sponsoren, zu langen Freunden und Förderern des Quartetts die uns so unfassbar unterstützt haben zum Teil CD Aufnahme finanziert haben uns Reisen ermöglicht haben, uns Unterkunft gewährt haben und einfach Peste mit uns gefeiert haben.

00:13:38: Wo wir nicht im entferntesten daran gedacht haben dass das jetzt irgendwie notwendig ist aber einfach die Quartettleben mit uns so gelebt haben.

00:13:49: Das ist ja das Schöne am Quartet, dass man dann diese ganzen Aufgaben auf unterschiedliche Schultern verantwortlich weiter verteilen kann Und jeder hat da so seine Stellschrauben und das wird ja wie in so einer Unternehmenskultur immer mal auf Herz- und Nieren geprüft.

00:14:08: Dann wechseln sicherlich auch die Aufgaben, und es ist sehr spannend.

00:14:15: Natürlich ist es ohne Hierarchie.

00:14:18: Also wir haben... Karna hat jetzt den Hut auf und sagt Direktion in diese Richtung und alle Mann müssen irgendwie danach tanzen sondern da gibt es definitiv auch reibende Themen, die zu besprechen sind und das ist sicherlich auch mal hier und da nicht ganz leicht.

00:14:38: Aber das treibt uns irgendwie stets und ständig an also das macht Spaß.

00:14:44: Also ihr lebt und arbeitet ja auf engstem Raum zusammen und jeder kennt die Stärken und die Schwächen des anderen.

00:14:50: Hattet ihr auch mal eine Krise?

00:14:52: Und wenn nein wie lautet euer Rezept für gutes Zusammenleben so?

00:14:55: was ist so euer Euer Wade Mekum.

00:15:00: Also ich glaube, es wäre verrückt zu sagen, es gab nie Krisen!

00:15:05: Ich glaube unsere Wahrne die große Stärke ist dass wir uns schon vor zwei tausend sechs Kanten aus den unterschiedlichsten musikalischen Kontexten jubelmusiziert dann Musikimnasium Schloss Belvedere Johanna und Theresa haben schon als Jungstudentin in Berlin Gemeinschaft nicht studiert auch in anderen Formationen agiert.

00:15:26: Also wir kennen uns wirklich in und auswendig, ich glaube das was uns immer sehr beschäftigt hat.

00:15:34: Wie können wir als Quartett in dieser Besetzung so langfristig gesund und zielorientiert gemeinschaftlich in diesem doch auch sehr hitzigen Markt bestehen?

00:15:50: Da gibt es die unterschiedlichsten Beispiele, wo der eine oder andere mal total niedergeschlagen gewesen ist.

00:15:55: Oder enttäuscht gewesen ist aufgrund von vielleicht Angements, die nicht entstanden sind?

00:16:02: Oder jemand Bedürfnisse hatte, die man nicht artikuliert hat und jemand anderes artikultiert vielleicht Bedürfen.

00:16:10: Man steckt eigene Bedürfe zurück also dieser ständige Anpassungsmechanismus.

00:16:18: Ich muss aber wirklich sagen, dass wir vielleicht nur zwei Punkte hatten wo wir sehr klar und auch hart mit uns ins Gericht gehen mussten um ganz wegweisende Entscheidungen zu fällen.

00:16:36: Und ich glaube das gehört in jedem Unternehmen dazu und jeder Aktionär kann davon ein Lied singen und es ist ganz wichtig.

00:16:48: ist nicht erfahren.

00:16:49: Im Quartett hat ja jedes Instrument so seine Rolle und gibt es da wie in jeder Familie auch sowas, wie Insider also stehende Sprüche die sich über Jahre im Quartet entwickelt haben?

00:17:02: Also du mal wieder Punkt, Punkt oder was das mit dem Thema Bratschenwitze?

00:17:06: bekommt Theresa als Bratche alles ab?

00:17:08: Wie ist das Boreuche?

00:17:09: So ist es nicht.

00:17:10: aber ich kann so viel sagen wir sind große L'Oreo-Fans und wir sind groß hape Kerkeling Fans Und die drei anderen vom Planet sind wirklich echt, ich würde schon fast sagen Experten.

00:17:25: L'Oreo-Expertin.

00:17:27: und wenn irgendeinen Satz kommt der nur in irgendeine Phrase von einem L'oreosketch reingeht dann wird es gleich in diesem Abitus weiterverfolgt und das wird dann wirklich sehr spaßig und lustig und freudig.

00:17:43: Und wir hatten in unserer Anfangszeit ganz viele Momente, wo wir jegliche Loryo-Videos und Kerkeling Videos gesehen haben.

00:17:52: Das ist tatsächlich so ein bisschen dieser verbindende Humor im Quartett.

00:17:57: Der wird ganz schnell mal was rausgefiltert und dann auf eine jeweilige Person oder auf eine bestimmte Gegebenheit angewandt.

00:18:06: Aber ihr habt das noch nicht im Programm irgendwie gebracht, ne?

00:18:09: Also ich hab ja vieles recherchiert und gesehen.

00:18:11: Aber dass ihr quasi wir machen mal ein Lourieux oder Harpe-Kerkeling-Abend oder so, das habt ihr noch nicht gebracht.

00:18:17: Ja also unser Ziel müsste es jetzt eigentlich sein Mal Harpe Kerkelingen mal zu einem Quartettkonzert zu locken um ein gemeinschaftliches Format mal aufzustellen.

00:18:28: aber wir hatten jetzt tatsächlich in unserer Residency einen Programm zum Thema Humor Und wir hatten eine Humorexpertin dabei, die quasi aus der wissenschaftlichen Seite auf diese Thematik geblickt hat und dann war das so ein bisschen mit dem Brennglas aufs Quartett projiziert.

00:18:50: Inwiefern hat uns der Humor in seiner Vielfältigkeit?

00:18:57: tatsächlich weitergebracht.

00:18:58: Wo hat er uns gestört?

00:19:00: Wo hat der sagastische Humor oder aggressive Humor, den es ja auch gibt, vielleicht mal jeden an unsere Grenze bringen lassen?

00:19:13: Aber das hatten wir tatsächlich jetzt mal thematisiert in Formatskonzerts und das war ganz schön und hat sehr viel Insights ins Quartett gebracht glaub ich, irgendwann auch mal wiederholen.

00:19:28: Wie organisiert ihr euer Booking?

00:19:30: Macht ihr das über eine Agentur oder macht ihr das selbst in so einer Mischform?

00:19:35: Genau also wir sind von Anfang an... Ich erinnere mich noch so in den Anfangsjahren alles vor den Wettbewerben.

00:19:41: da haben wir große Newsletter gemacht.

00:19:44: die haben wir dann ausgedruckt und sie mit einem großen Paket, mit einer Demo CD und Briefen zur Post gegangen und da haben wir in alle Welt das rausgestreut.

00:19:55: Und natürlich kamen keine Antwort.

00:19:57: so gefühlt, weil natürlich alle Veranstalter werden überlagert mit E-Mails und Demo CDs

00:20:03: usw.,

00:20:05: also so um den Jahr zwei tausend acht, zweitausend neun herum.

00:20:08: Und dann mit den großen internationalen Konzerten haben wir immer mit Agenturen zusammengearbeitet und auch hier und da mal eine PR-Agentur, ich glaube das ist in den heutigen Zeiten auch notwendig gerade wenn man neue Projekte an den Start bringen will.

00:20:28: Und in der Kammermusik ist es glaube ich immens wichtig dass man beide Seiten auch bedient.

00:20:35: also die gemeinschaftliche Arbeit mit einer Agentur ist wesentlich essentiell und das beruht auch auf sehr viel Vertrauen, gute Zusammenarbeit.

00:20:49: Und auf der anderen Seite ist der Kammermusikmarkt natürlich so speziell und vielleicht auch so eine tolle kreative, ich würde sagen nicht Nische eigentlich so ein kreativer Think Tank die ganz großartige Ideen haben und wir uns sehr freuen, dass wir mit vielen Veranstaltern persönlich befreundet sind oder es persönliche lange Kontakte gibt die uns auch immer wieder inspirieren mit Ideen, Türen aufstoßen.

00:21:25: Das ist ganz essentiell für ein Quartett um sich auch immer zu reflektiert.

00:21:30: also es gibt Beides diese private Kontakt und natürlich der Kontakt über die Agenturen um eine internationale Quartettkarriere fahren zu können.

00:21:40: Gibt es etwas, wo du sagen würdest das ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal von Amida?

00:21:45: Weil es gibt einen sehr überhitzten Markt hast du es vorhin gesagt?

00:21:50: also die Konkurrenz ist ja schon da in dem im Spitzenbereich und gibt es etwas wo du sagst oder wie ihr sagt Das ist jetzt typisch Amida Also sei es die Repertoire Auswahl oder sei es bestimmte Komponisten mit denen man sich besonders auseinandersetzt.

00:22:06: Habt ihr da irgendwie so eine Überlegung, wo sagt das macht uns wirklich speziell und das hiebt uns auch von anderen ab?

00:22:12: Also ich glaube dass man muss vielleicht fast jetzt ein bisschen in Dekaden denken.

00:22:19: Ich würde fast sagen in den ersten zehn Jahren haben wir mit unseren CD-Aufnahmen sehr überrascht, dass wir immer fast Gegenteiliges präsentiert haben.

00:22:30: es war manchmal irgendwie romantisches, klassisches Repertoire und dann gab es eine reine CD mit modernen Werken.

00:22:43: Wir haben unterschiedliche Formate wie Mozart Exploded gemacht wo wir als Veranstalter auch ebenfalls aufgetreten sind selbst gespielt haben, Mozarts Musik gegenübergestellt haben mit zeitgenössischer Musik uns Stücke schreiben lassen haben andere Künste vereint haben Und ich sage immer, wir können nicht jazzen.

00:23:06: Wir können nicht pfeifen und wir singen nicht zusammen auf der Bühne.

00:23:11: Wir kümmern uns als Quartett sehr um das traditionelle Quartetreparatuaire und versuchen die Türen aufzustoßen in die zeitgenössische Musik.

00:23:23: Wollen gern von anderen Künsten etwas lernen und das in Verbindung bringen Denken, glaube ich jetzt schon in unserer, sag mal ... Jetzt in diesen zwanzig Jahren viel mehr im zyklischen Gedanken.

00:23:41: Also komplette Mozarts die wir aufgenommen haben.

00:23:44: Wir haben quasi fast alle Beethoven's drin.

00:23:49: Wir planen bis zu den Zyklische Gedanken weiter voran zu treiben und ohne jetzt viel zu verraten.

00:24:02: Es ist ja auch so ein bisschen ein Betriebsgeheimnis, würde ich sagen gibt es sicherlich die einen oder anderen Überraschungen, die dazu kommen werden.

00:24:10: aber wir haben ja auch festgestellt diese zyklischen Aufführungen sind einfach ein tolles Geschenk und dafür ist das Streitgradett natürlich präsentiert.

00:24:24: würdet ihr aus heutiger sicht wenn ihr auf die letzten zwanzig jahre zurückblickt alles noch mal genau so machen?

00:24:30: oder gab es punkte wo er jetzt in der rückschau sagt ah mensch an der stelle hätten wir vielleicht da das machen sollen?

00:24:37: also so weil man so zwanziger ist ja ein guter einschnitt um nochmal so diese rückschau zu halten und auch nach vorne zu blicken.

00:24:43: aber jetzt noch mal so guckt okay es ist ja gut gelaufen kann man ja wirklich nicht meckern.

00:24:50: War ja doch sehr erfolgreich, aber gibt es einen Punkt wo er sagt, Mensch da, an der Stelle hätten wir vielleicht nochmal das so machen sollen?

00:24:56: Ja war erfolgreich klingt so als wars jetzt.

00:25:00: also wir wollen in den nächsten Jahren immer noch weiter erfolgreich sein und freuen uns auf die nächste Jahre.

00:25:08: Nein alles gut.

00:25:11: ich glaube bei uns gab's eigentlich nie einen Plan B. Für uns war das, wir haben extremst im Flow agiert.

00:25:22: Uns war es eine Herzensangelegenheit und jeder hatte dieses Bestreben für diese wunderbare Formation im Quartett zu agieren.

00:25:33: Jeder wollte die Welt entdecken und das Repertoire entdeckten und als Reisen des Assembles unterwegs sein.

00:25:42: Und sicherlich hat sich da auch in den letzten zwanzig Jahren noch mal zusätzlich extremst viel geändert.

00:25:48: und es ist, das müssen wir ganz klar sagen.

00:25:53: Es ist kein leichtes Geschäft und man muss sehr am Ball bleiben und immer wieder sich ja hinterfragen und eine klare Form finden in jegliche Ebenen geblickt gefügt, was wir uns erträumt haben.

00:26:17: Auch diese Aufstellung das Quartett weiter zielstrebig zu verfolgen und prioritär anzusehen in Verbindung mit anderen Sparten zu kombinieren die uns auch schon immer interessiert hat.

00:26:33: Also Teresa Peter-Philippe und ich, wir haben schon immer gern auch im Orchester gespielt.

00:26:49: Ich habe schon meiner Studienzeit wahnsinnig gerne Orchester gespielt und habe das als ein Geschenk angesehen, auch dieses Repertoire kennenzulernen.

00:26:59: Weil sich dann alles in dem Sinne befruchtet und bedingt – ich möchte keine Mozart-Symphonie oder Mozart-Opa missen, in dem Sinne strahlt alles auf das Mozartquartett sich wieder aus.

00:27:13: Und ich habe in Berlin wahnsinnig gern einfach schon immer unterrichtet und es war mein Raum später mal also nur so im entferntesten dran gedacht, oh wenn nicht mal an der Hochschule unterrichten dürfte!

00:27:27: Das wäre grandiose.

00:27:29: und genauso auch Johanna die ganz viele Orchesterprojekte und pädagogische Erfahrungen gesammelt hat, haben wir alles übereinander bekommen.

00:27:40: Also jegliche Bedürfnisse die jeder individuell neben dem Quartett hatten, haben Wir vereinbaren können und das ist im Endeffekt auch glaube ich sehr gesund weil wir auch entspannter in die Quartettsarbeit zurückkommen und uns auch freuen, dass wir dieses blinde Vertrauen haben und sagen hey Wahnsinn!

00:28:07: Wir müssen über nicht viel reden und kommunizieren.

00:28:10: Wir setzen uns an die Pulte und spielen in der Probe mit Freude und Gelassenheit und auch mit Ernsthaftigkeit.

00:28:20: aber jeder weiß das es jetzt im wahrsten Sinne um die musikalische Essenz geht sehr lange beschäftigt, wie wir das machen.

00:28:32: Ob man das überhaupt machen kann und ob uns das überhaupt gelingt?

00:28:35: Und da gibt es ganz, ganz wenige Zeitfenster die da irgendwie aufgehen wo man das probieren kann ja und dann schlussendlich vielleicht auch hier und da funktioniert.

00:28:46: und das haben wir sehr gesund geschafft.

00:28:50: Du hast schon diesen zyklischen Gedanken angesprochen, also dass man versucht wirklich Komponistenzyklen Mozart Beethoven weitere zu spielen zum Abschluss zu bringen.

00:29:01: Aber habt ihr noch weitere Pläne oder Projekte?

00:29:06: Bestimmte Musikfestivals, bestimmte Seele oder bestimmte Komponentinnen gibt es ja auch noch einige Schätze an Kammermusik zu heben.

00:29:13: Habt ihr da noch was so jetzt auf der Planung, was du schon sagen darfst?

00:29:19: Ich darf viele sagen, aber vieles vielleicht auch nicht.

00:29:24: Nein!

00:29:24: Also was in dem Jahr zwanzig ist, das ist bei uns auf jeden Fall Asien.

00:29:30: Wir werden in Japan, in Mozart, Zyklus spielen in Tokio und in der Santori Hall.

00:29:39: Es gibt immer Momente wo sich neue Türen auftun und die noch nicht so lieb- und stichfest sind Wo es wirklich auch noch Kommunikation bedarf so weiter voranzutreiben und final dann auch einen Knopf dran machen zu können.

00:29:55: Aber natürlich rein vom Touring interessiert uns Asien, wo wir zum Teil schon gewesen sind aber jetzt auch wieder gern hinwollen und dorthin streben.

00:30:08: Und in Deutschland und Europa hat man eine Vielfalt an Kultur.

00:30:14: Ich sage mal so Man kann als Quartett extrem viele Ideen haben und verfolgen.

00:30:21: Und da gibt es die zyklischen Ideen von den großen Komponisten, auch im Aufführung von zeitgenössischen Werken natürlich auch von Komponentinnen zusammen zu arbeiten.

00:30:35: Aber im Endeffekt gibt es einfach einen Markt oder Veranstalter Sein Publikum genau kennt, gerade in der Kammermusik über viele Jahre mit einem gewissen Reparatur erzogen hat.

00:30:50: Wo es ein blindes Vertrauen gibt auch von einem großen Abo stammt und man muss als Quartett sehr flexibel agieren und immer wieder im Gespräch mit dem Veranstalter anpassungsfähig sein um im Endeffekt auch auf Tour zu gehen.

00:31:07: Und wenn man das außen vorlässt und sagt, wir sind Quartett-Plappapla und spielen das und das Reparatur ist es auf der einen Seite schön aber schlussendlich eventuell nicht anwendbar.

00:31:20: Da ist uns dieser Kontakt zum Veranstalter extrem wichtig, um das immer wieder durchleuchten und auch um gemeinschaftlich vielleicht Projekte voranzutreiben wo wir im ersten Moment gar nicht dran gedacht hätten, aber sich dann diese Tür öffnet und dann hat man wieder neue Visionen.

00:31:39: Also ja ich würde sagen die Ideen reparatuarmäßig das geht wirklich wahnsinnig weit, aber die Anwendbarkeit führt in jeweiligen Veranstalter.

00:31:53: Das ist uns ganz wichtig das nicht auch wegzulassen.

00:31:57: Du hast es schon angesprochen, ihr wart jetzt im Sommer sechsundzwanzig Residenz Ensemble in Mecklenburg-Vorpommern für die Festspiele.

00:32:05: Ihr habt zwanzig Konzerte von insgesamt hundertzwanzige Veranstaltungen gespielt das ist ja auch eine Schlachtzahl und ihr seid sogar mit dem Publikum zu Konzertorten geradelt.

00:32:15: was war denn das für ne Erfahrung?

00:32:17: Genau, also wir sind alle im Quartett sowieso begeisterte Radler und schauen auf unterschiedliche nachhaltige Projekte.

00:32:27: Und versuchen das zu fördern sind zum Teil auch Mitglied im Orchester des Wandels als Ensemble.

00:32:38: Als reisendes Quartet überdenkt man die ein oder andere Reise und wie man von A nach B kommt Wie man auch in dem Sinne Dinge gemeinschaftlich konsumiert, das geht wirklich vom Essen los als auch veranstaltet drauf aufmerksam zu machen.

00:32:56: Vielleicht mit dem Publikum ein Nahverkehrs-Netzwerk mehr zu nutzen gerade für Festivals und so weiter und so fort.

00:33:04: also da gibt es wahnsinnig viele Themen die man barkern kann.

00:33:10: aber was einfach besonders schön gewesen ist Diese Idee, dass ein Publikum auf dem Rad zu drei Konzerten fährt.

00:33:21: Und das war im nordöstlichen Teil von Mecklenburg-Vorpommern und da gab es eine Crowd von fünfzehn Leuten.

00:33:30: die haben uns quasi mit dem Fahrrad musikalisch für die Konzerte jeweils verfolgt.

00:33:38: unglaublich, dass die Leute das machen.

00:33:41: Und dann sind wir irgendwie zwanzig Kilometer mitgeradelt und der NDR war mit unterwegs und er war auf einmal relativ groß geworden in den Medien.

00:33:52: Das war auch schön, weil man sich auf eine andere Art und Weise mit dem Publikum verbunden hat, vernetzt hat.

00:33:59: Die waren einfach so herzlich und konnten uns alle Fragen stellen, die sie wollten.

00:34:05: Es war eine ganz besondere Verbindung Und wir hatten dann in den drei Konzerten natürlich so eine ganz harte Fanbase.

00:34:13: Man hat sich im Hotel noch getroffen, also es war wirklich unglaublich und die hatten ihre Radlerklamotte an und abends saßen sie ganz fein im Konzert und das war so eine richtige erweiterte Quartett-Familie und das ist halt echt Spaß gemacht!

00:34:32: Das ist doch auch eine schöne Erfahrung, die man aus dem Sommer XX mit ins Jubiläum mitnimmt?

00:34:37: Martin,

00:34:41: wir kommen so langsam auf die Zielgrade unseres Gesprächs und normalerweise frage ich hier immer nach einem Musiker oder Dirigenten-Witz oder einer Anekdote.

00:34:50: Und hier haben wir jetzt aber eine Sache, im Anfang des Jahres, gemeinsam erlebten mich du auf der Bühne, ich im Publikum.

00:34:58: da habt ihr in Berlin den Festspielsommer MV in der Landesvertretung MV vorgestellt Und Theresa Schwamm, eure Bratsche konnte beim besten Willen nicht spielen.

00:35:07: Das kommt extrem selten vor, dass ihr mal einen Auftritt absagt sowieso nicht.

00:35:11: aber das es wirklich so spitz auf Knopf kommt und kein geringerer als Nils Mönkemeier ist kurzfristig eingesprungen wie lief das?

00:35:19: Das musst du nochmal erzählen.

00:35:22: Auch das war für uns natürlich eine schöne Überraschung.

00:35:25: und zum anderen muss ich wirklich noch einmal sagen in den zwanzig Jahren mit allen Kindern und jeweiligen Krankheiten, die man hat.

00:35:36: Wir sind also in den wahnsinnigsten Momenten auf die Bühne gegangen wo man eigentlich nicht hätte gehen sollen um uns als Quartett in dem Sinne nicht zu verletzen denn jemand Neues reinzunehmen das Das hat eigentlich kurzfristig in dem Sinn keinen Sinn.

00:35:57: und es ist wirklich diese Ja, man kann sagen diese Operation am offenen Herzen.

00:36:03: Also niemand kann sich irgendwie so schnell in eine DNA eines bestehenden Quartetts einschmecken und eintasten.

00:36:11: Und wir haben ganz, ganz... also ich kann es glaube ich an einer Hand abzählen, maximal fünf Konzerte wo mal jemand nicht dabei gewesen ist.

00:36:22: Bei mir waren's ein oder zwei Konzert durch die Kinder mal zwei Konzerte, also vielleicht fünf Konzert oder sowas.

00:36:33: Das sieht man auch schon dieses Leben und dieses Brennen fürs Quartett.

00:36:40: Auf jeden Fall ging es bei den Mecklenburg-Vorpommern Festspielen für die Pressevorstellung.

00:36:46: Haben wir uns abends getroffen?

00:36:48: Wir hatten geprobt gehabt Und Theresa ist früh einfach nicht aus dem Bett gekommen und Magendam, es ging einfach gar nichts.

00:36:59: Und Nils haben wir schnell kontaktiert und mehrere unterschiedliche Bratscher die in Norddeutschland eventuell gerade unterwegs sind.

00:37:08: Wir hatten in Hamburg und in Schwerin und Berlin innerhalb von zwei Tagen Pressekonferenzen für das Festival Und also das Telefon war im Dauereinsatz und ist wirklich fast durchgebrannt.

00:37:23: Und Ursula Haselberg von den Festspielen, wie am Quartett haben wir also Gott und die Welt angerufen?

00:37:31: Und dann kam irgendwann so ja warum ... Wir spielen in Berlin okay, Berlin kommt fragbar einfach.

00:37:37: Nils mit Nils wär mal im Sommer zusammen sowieso spielen und dann wäre es doch ein schöner Auftakt.

00:37:45: Und Nils war tatsächlich durch Zufall in Berlin und hatte Lust und Zeit, und hat dann auch gesagt ja ich wäre eigentlich sowieso zu der Pressekonferenz gekommen.

00:37:54: Also wir hätten uns gesehen weil er natürlich auch andere Konzerte im Rahmen des Festivals gespielt hat.

00:38:00: So haben wir uns dann schnell zusammen getan.

00:38:03: In Schwerin haben wir noch zu Tritt gespielt.

00:38:05: In Hamburg haben wir mit dem Bratschisten vom Apollon Musagé Quartett gespielt ist Nils eingesprungen und wir haben das total genossen.

00:38:19: Mit Spass, mit Elan und Energie haben wir das durchgezogen und waren total glücklich natürlich auch gerade die beiden und dann den Nils-Final in Berlin einspringen konnte.

00:38:32: Ja also Vorstellung gerettet und alle waren zufrieden!

00:38:37: Wir kommen zum Schluss, euer Quartett.

00:38:39: Zum zwanzigsten Geburtstag jetzt was wünschst du dir für die nächsten zwanzich

00:38:44: Jahre?

00:38:48: Gute Frage!

00:38:49: Ich glaube ganz viel aber vor allen Dingen dass wir gemeinschaftlich diese Formation weiter voranbringen das wir sie leben dass wir gesund miteinander uns da gut durchstützen, durch die mindestens nächsten zwanzig Jahre.

00:39:12: Dass man auch diese sozusagen Kunstform dazu nutzt immer wieder über den Tellerrand hinaus zu blicken... Ich wünsche mir sehr das die Kulturlandschaft so vielfältig und spannend bleibt und sich hoffentlich auch weiter So, ja ich würde schon sagen so offen gestalten darf dass man immer wieder kreative Anknüpfungspunkte findet das sich noch viel mehr mischt.

00:39:45: Dass es weniger No-Go Areas gibt und dass das Publikum einfach Lust und Laune hat dabei zu sein und man die unterschiedlichsten Generationen anspricht für Musik oder für das Live Konzert für dieses wunderbare Momentum zu gewinnen, dass das sind schon glaube ich viele Wünsche und wichtige Dinge.

00:40:13: Das wäre toll wenn man das so gesund weiter leben darf.

00:40:19: Ja

00:40:19: also das reicht auf jeden Fall für zwanzig Jahre!

00:40:22: Das war Klangfohl Gerhard Mertens im Gespräch mit Martin

00:40:25: Wunder vom Amidagquartett.

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